Canon EOS 50D: Generationenwechsel in der EOS-Familie
31. August 2008

EOS 50D heißt ein neues Modell der EOS-Familie und mit ihr geht ein Paradigmenwechsel einher: Die neue EOS ist die erste, die mit dem neuen Digic-4-Prozessor ausgerüstet ist. Der steht für auszeichnungswürdige Detailzeichnung und Schärfe, und er sorgt für flotte 6,3 Bilder pro Sekunde. Der Canon-eigene CMOS-Sensor liefert satte 15,1 Megapixel. Die „kleine Schwester“ EOS 40D wird weiterhin verfügbar sein.
Die neuen Features:
- 15,1 Megapixel Canon CMOS Sensor in APS-C Format
- 6,3 B/s bei bis zu 90 Bildern in JPEG
- Empfindlichkeit bis ISO 12800
- 2 sRAW- Formate mit 7,1 und 3,8 Megapixel
- 3 Zoll VGA Clear View LCD-Monitor mit LiveView
- DIGIC 4-Prozessor, 14 Bit Farbtiefe pro Farbkanal
- HDMI-Output
Epson Photoviewer P6000 und P7000
18. August 2008
Ausgestattet mit einem 4 Zoll großen “Epson Photo Fine Premia”-LC-Display (VGA-Auflösung 640 × 480, in Digitalkamera-Rechnungsweise 921.000 Pixel) erreichen die neuen Epson Photoviewer einen größeren Farbraum und eine für Bildprofis unerlässliche Farbtreue: Das Display deckt 94 Prozent des Adobe-RGB-Farbraums ab. In Verbindung mit Adobe Photoshop kann man die Geräte sogar als USB-Wide-Colour-Gamut-Monitor für die Bild- oder Nachbearbeitung nutzen.
Gegenüber den bisherigen Modellen P3000 und P5000 hat Epson auch die Ergonomie verbessert, unter anderem mit einem neu gestalteten Scrollrad, außerdem bietet der P7000 nun 160 GByte Speicherplatz (80 GByte beim P6000). Bilder im RAW-Format können schnell vorbereitet und über PictBridge ausgedruckt werden. Neue Software-Funktionen ermöglichen es, Bilder zu beschneiden und mit Wasserzeichen zu versehen – wichtig beim Thema Copyright. Beide Modelle sind kompatibel zu einem großen Spektrum an Speicherkarten, darunter CF- und SD-HC-Karten. Über den USB-Anschluss können außerdem alle marktüblichen Digitalkameras und Kartenleser direkt mit den Photoviewern verbunden werden. Die Geräte unterstützen JPEG- und die gängigen RAW-Bildformate von allen großen Kameraherstellern, der Support für zukünftige Kameramodelle kann nachgerüstet werden.
Der P6000 soll zur Markteinführung im September 599 Euro kosten, beim 749 Euro teuren P7000 ist zusätzlich ein Ladegerät für zwei Akkus, ein Autoladegerät und eine Gurttasche im Lieferumfang enthalten.
Neuer Kamerasensor funktioniert wie das menschliche Auge
8. August 2008
Sensor mit gekrümmter Oberfläche erlaubt Bilder ohne Verzerrungen
Wissenschaftler in den USA haben einen Sensor für Digitalkameras entwickelt, der wie die menschliche Netzhaut gekrümmt ist. Als Träger für die elektronischen Bauteile dient eine halbkugelförmige Membran.
Städte mit bombastischen Wolkenkratzern wie Schanghai oder New York erfordern den Einsatz von Weitwinkelobjektiven. Doch das Bild des Gebäudes sieht damit meist anders aus als beim Betrachten mit den eigenen Augen: Die geraden Mauern des Gebäudes erscheinen auf dem Bild verzerrt, Türme stürzen in Richtung Bildmitte. Ein neuer Sensor für Digitalkameras soll solche Verzerrungen schon während der Aufnahme ausgleichen. Entwickelt wurde er von den Wissenschaftlern Yonggang Huang von der Northwestern University in Evanston im US-Bundesstaat Illinois und John Rogers von der Universität von Illinois in Urbana-Champaign.
Der Unterschied zu den herkömmlichen Kamerasensoren ist die Form: Der von Huang und Rogers entwickelte Sensor ist nicht flach, sondern wie wie Netzhaut im Auge gekrümmt. Optiker und Biologen hätten schon vor langer Zeit die Vorteile von gekrümmten Oberflächen von Bildempfängern erkannt, sagt Huang. “So arbeitet das menschliche Auge: Es fängt ein Bild auf der gekrümmten Fläche auf der Rückseite ein.” Der Vorteil ist, dass wir trotz des vergleichsweise einfachen Aufbaus unseres Auges alle Objekte in unserem recht großen Gesichtsfeld unverzerrt sehen. Ein Kameraobjektiv hingegen braucht ein komplexes System von Linsen, die Verzerrungen auf dem flachen Sensor verhindern sollen.
Einen dem Auge nachempfundenen Chip zu bauen scheiterte jedoch bisher an den technischen Möglichkeiten. Das Problem ist, dass das Silizium, aus dem die Sensoren bestehen, nicht flexibel ist. Biegt man einen Siliziumwafer nur ein wenig, bricht er. An Bemühungen mangelt es nicht: Seit gut 20 Jahren tüfteln Wissenschaftler an einer Lösung. Diese haben Huang und Rogers nun gefunden.
Als Trägerelement dient eine von Rogers entwickelte Kunststoffmembran in der Form einer Halbkugel. Damit hatten die Wissenschaftler die gewünschte gekrümmte Form. Um die elektronischen Elemente aufsetzen zu können, wird die Membran glatt gezogen wie ein Trommelfell. Die Größe der Bauteile haben die Wissenschaftler so verringert, dass sie nicht durch die Krümmung beschädigt werden. Sie vergleichen sie mit Gebäuden: Das seien zwar flache Gebilde auf einer gekrümmten Oberfläche. Verglichen mit der Erdoberfläche sei die Grundfläche eines Gebäudes jedoch so klein, dass die Erdkrümmung nicht auffalle.
Die winzig kleinen Bauteile - ihre Grundfläche beträgt 100 Quadratmikrometer oder ein Zehntel Quadratmillimeter - werden zusätzlich durch kleine Metalldrähte, die die Wissenschaftler Pop-up-Brücken nennen, stabilisiert. Diese Brücken sollen die Belastung verringern, die auftritt, wenn die Membran entspannt wird. Mit Erfolg: Mehr als 99 Prozent der Bauteile überstanden die Rückkehr der Membran in ihre ursprüngliche Form. Das Silizium wurde dabei, so fanden die Wissenschaftler heraus, nur einer Verformung von 0,002 Prozent ausgesetzt. Das ist weit weniger als der kritische Wert von 1 Prozent, bei dem das Silizium bricht.
Erste Aufnahmen mit dem neuen Sensor seien vielversprechend, sagen die Wissenschaftler. Die Bilder seien viel klarer als solche, die sie mit vergleichbaren Kameras mit einem ebenen Sensor und einem einfachen Objektiv aufgenommen haben. In einer solchen herkömmlichen Kamera seien die Bildränder typischerweise etwas unscharf, erklärt Huang. “Die halbkugelförmige Anordnung des elektronische Auges hingegen behebt diese und andere Einschränkungen und liefert bessere Bilder.”
Die Technik müsse noch verbessert werden, schränkt Huang allerdings ein. Er und Rogers glauben jedoch, dass sie skalierbar sei und zu besseren optoelektronischen Geräten beitragen könne. Dazu zählt Rogers nicht nur Kameras, sondern auch eine künstliche Netzhaut, die in ein Auge implantiert werden kann.
Kostenloses Plug-In für die Roh-Ansicht im Explorer
6. August 2008
Der Windows Explorer zeigte bislang nur kleine Vorschaubilder von JPEG- oder TIF-Bildern an. Das Plug-in “RAW Thumbnail Viewer” von ArcSoft ermöglicht jetzt nicht nur die Miniaturansicht vieler RAW-Formate, sondern zeigt auch das kameraunabhängige DNG-Format von Adobe an. Das Plug-In stellt Arcsoft kostenlos auf seiner Internetseite bereit.
Folgende herstellerspezifische Rohdaten soll der Viewer unterstützen:
- Canon
- Hasselblad
- Kodak
- Leica
- Mamiya
- Nikon
- Olympus
- Pentax
- Ricoh
- Samsung
- Sigma
- Sony
Canon EOS 1000D 10,1 Megapixel
5. August 2008
Mit der neuen EOS 1000D stellt Canon die bislang leichteste aller digitalen EOS-Kameras vor. Das Einsteigermodell soll mit einem einzigen Preis-Leistungsverhältnis punkten. Ein 10,1 Megapixel CMOS-Sensor, der Sieben-Punkt-Weitbereich-Autofokus und Reihenaufnahmen mit bis zu drei JPEG-komprimierten Bildern pro Sekunde, stellen die Eckpunkte der Canon EOS 1000D dar. Weiterhin sind ebenfalls der DIGIC-III-Bildprozessor, eine Livebild-Funktion und das EOS-Integrated-Cleaning-System, das Sensor-Reinigungsprogramm von Canon integriert.
Die Canon EOS 1000D verfügt mit dem DIGIC III über einen Bildprozessor, der auch bei den professionellen digitalen Canon-Spiegelreflexkameras zum Einsatz kommt. Dies ermöglicht kontinuierliche Reihenaufnahmen bis zur Kapazitätsgrenze der jeweilig eingesetzten SD- oder SDHC-Speicherkarte bei Geschwindigkeiten von bis zu drei Bildern pro Sekunde. Darüber hinaus ist der DIGIC-III-Prozessor für hochwertige Bildwiedergabe, schnelle Signalverarbeitung und nahezu umgehende Startzeiten verantwortlich.
Das zentrale AF-Messfeld des Sieben-Punkt-Weitbereich-Autofokus ist ein Kreuzsensor, der sich vor allem in Aufnahmesituationen mit wenig Licht beziehungsweise schwach ausgeprägtem Kontrast bewährt. Hinzu kommt das entfernungsgekoppelte Blitzsteuerungssystem E-TTL II.
Mit gerade einmal 450 Gramm (nur Gehäuse) ist die EOS 1000D die bislang leichteste digitale Canon Spiegelreflexkamera von Canon. Das kompakte, ergonomisch gestaltete Gehäuse ist konsequent auf effiziente Handhabung ausgelegt. Auf dem hellen 2,5 Zoll großen LC-Monitor lassen sich die Bilder umgehend überprüfen oder auch - dank des weiten Betrachtungswinkels - von mehreren Personen gleichzeitig einsehen. Ferner bietet das LCD Zugriff auf eine intuitive, leicht verständliche Menüstruktur mit praktischen Reitern - das ist übersichtlich und erleichtert das Auffinden von Menüpunkten. Zudem lasen sich die Blitzfunktionen des Speedlite 580 EXII und die des brandneuen Speedlite 430 EXII bequem über das Kameramenü einstellen.
Zwölf Custom-Funktionen, voreinstellbare Individualfunktionen, bieten die Voraussetzungen für hohe Fotoqualität in praktisch allen Situationen, darunter der Auto Lighting Optimizer zur Korrektur von Helligkeit und Kontrast während der Bildverarbeitung. Diese Funktion sorgt außerdem durch korrekte Belichtung von Gesichtern für optimierte Hauttöne bei Personenaufnahmen. Für Aufnahmen mit hoher ISO-Einstellung lässt sich außerdem eine zusätzliche Rauschreduzierung aktivieren.
Bei Aufnahmen vom Stativ oder wenn sich der Sucher als unpraktisch erweist, ermöglicht die Livebild-Funktion die Kontrolle des Motivs über das Display. Dabei wird das Livebild als Videosequenz mit 30 Bildern pro Sekunde dargestellt. Zur Beurteilung von Bildkomposition oder Belichtungseinstellung lassen sich Gitternetzlinien oder ein Histogramm einblenden. Für die Livebild-Funktion stehen zwei AF-Modi zur Verfügung: Quick AF, der zur Aktivierung des AF-Sensors umgehend den Kameraspiegel hochklappt und Live AF, der Kontrastinformationen für die Scharfstellung wie bei einer Kompaktkamera einsetzt.

Zum Lieferumfang der Canon EOS 1000D gehört ein umfassendes Softwarepaket mit den notwendigen Tools zur Bearbeitung und Verwaltung der Bilder. Zum Beispiel Digital Photo Professional (DPP), ein leistungsstarkes Programm zur Bearbeitung von RAW-Bildern. DPP bewährt sich auch im Zusammenspiel mit Kamerafunktionen wie Dust Delete Data und Picture Styles. Die im Lieferumfang enthaltene Software Picture
Style Editor kann eingesetzt werden, um individuelle Picture Styles für die Feinabstimmung von Farben zu erstellen. Weitere mitgelieferte Softwareanwendungen sind EOS Utility, Image/Zoom Browser und Photostitch.
Die Canon EOS 1000D gibt es unter anderem im kostengünstigen Paket mit dem Objektiv EF-S 18-55mm IS: Dieses Canon-Objektiv hat einen optischen Bildstabilisator, der eine längere Belichtungszeit erlaubt, weil diese Technologie Verwacklungen entgegenwirkt. Für 649 Euro (UVP) im Setpreis ist damit ein quasi “Rundum-Sorglos-Einstieg” in die EOS-Welt möglich. Das Gehäuse alleine der Canon EOS 1000D kostet 549 Euro (UVP).
Mehr drauf: Super-Weitwinkel von Zeiss
1. April 2008
Zeiss hat eine neue Optik mit einer Kleinbildbrennweite von 18 mm angekündigt: Das Distagon T* 3,5/18 mit F-Bajonett (Nikon) soll ab Juli, die Ausführung mit K-Bajonett (Pentax/Samsung) ab dem dritten Quartal erhältlich sein.
Zeiss verspricht hervorragende Eigenschaften für Architektur-, Reportage- und Landschaftsaufnahmen, die neue Optik sollte aber auch Fotografen auf Familienfeiern erfreuen. Mit einer Kleinbildbrennweite von 18 Millimetern lassen sich auch größere Gruppen ablichten und kein Enkel muss mehr auf Omis Schoß. An einer Kamera mit APS-C-Sensor entsteht ein Bildwinkel, der mit dem eines 27-mm-Objektivs vergleichbar ist.
Dabei arbeitet das Objektiv mit einer rektilinearen Abbildung, was die üblichen Verzerrungen eines starken Weitwinkels (Fisheye-Effekt) verringert, eine Anti-Reflex-Beschichtung sorgt auch bei widrigen Bedingungen für gute Aufnahmen und macht die Linse unempfindlich gegenüber Streulicht. So viel Weitblick hat seinen Preis – für 1149 Euro soll das Objektiv mit Streulichtblende im Handel erhältlich sein.
Quelle: heise.de
